Häufig gestellte Fragen

Brenndauer

Wer sich mit dem Thema Holzbriketts beschäftigt stößt unweigerlich auf die Stichworte "Heizwert" und "Brenndauer". Wer zuvor Scheitholz genutzt hat nimmt oft an, dass auch bei Holzbriketts Hartholz besser als Weichholz ist. Doch die Holzart ist bei Holzbriketts von untergeordneter Bedeutung, da die aus Sägespänen bestehenden Holzbriketts auf gleiches Gewicht und Volumen gepresst werden und die natürlich gewachsene Struktur des Holzes dadurch verändert wird. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass hinsichtlich der Brenndauer vielmehr die Oberflächen-Beschaffenheit der Holzbriketts ausschlaggebend ist. Einfach gesagt: je glatter und fester eine Oberfläche ist, desto länger brauchen die Flammen, um sich "durchzufressen". Dennoch brennen Hartholzbriketts in der Regel länger, da sie oft aus Schleifspänen (zum Beispiel Parkettherstellung) produziert werden, die sehr fein sind und daher eine homogene und feste Oberfläche ergeben. Bei Holzbriketts aus Nadelholz werden hingegen oft Hobelspäne aus Sägewerken und Schreinereien eingesetzt. Diese sorgen für eine gröbere und damit schneller zu entfachende Oberfläche. Nadelholzbriketts eigenen sich daher in der Regel zum Entfachen des Feuers und für eine schnelle Wärmeerzeugung, während Hartholzbriketts in der Regel mehr zum Gluthalten dienen. Eine Besonderheit stellen die Rinden-Briketts her. Sie werden aus Rinde gepresst und glühen bis zu 12 Stunden, wenn die Luftzufuhr entsprechend gedrosselt ist.

Auswahl der richtigen Holzbrikett - Art

Grundsätzlich können Holzbriketts in fast allen Heizkesseln, Holzvergasern, Allesfressern, Öfen und Kaminen eingesetzt werden, in denen auch Scheitholz und/ oder Kohlen als Brennstoff zugelassen sind. Dennoch sollte unbedingt die Betriebsanleitung der Feuerstätte gelesen werden.

Für Heizkessel können grundsätzlich alles Holzbriketts eingesetzt werden. Bei Vorhandensein eines Pufferspeichers kann auch auf günstigere Briketts zurückgegriffen werden. Ansonsten ist die Brikettart entsprechend den Anforderungen an die Brenndauer (siehe oben) auszuwählen.

Bei Öfen entscheidet oft die Größe des Brennraums über die Art der zu wählenden Holzbriketts. Beispielsweise sind für Dauerbrand- und Kachelöfen manche Holzbrikettarten zu lang. Daher sind Würfelbriketts größenmäßig besser geeignet. Die Maße der Briketts finden Sie in den Produktbeschreibungen.

Bei Kaminen ist oft die Optik des Brennstoffs entscheidend. Hier sind die Pini&Kay-Gluthalter besonders gut geeignet, da sie relativ lang sind und in ihrem Abbrand dem von Kaminholz ähneln. Nur das Knistern fehlt. Wenn ihnen das Knistern wichtig ist einfach noch einen Kaminholzscheit dazu geben. Generell können in Kaminen natürlich alle Holzbrikettarten eingesetzt werden, gerade auch beim Anbrennen. Für wen die Abbrenn-Optik keine entscheidende Rolle spielt, der kann auch gut die Würfelbriketts einsetzen. Bei Briketts in Rollenform ist zu beachten, dass diese sich beim Verbrennen ausdehnen. Es sollte also genügend Platz im Brennraum sein.

Wie sollte man die Brennstoffe lagern?

Die meisten unserer Kunden lagern ihre Holzbriketts oder Pellets in Heizungsraum, Keller oder einem Nebengebäude. Natürlich sollte die Lagerung möglichst trocken erfolgen (siehe nächster Punkt). Um den Platz optimal auszunutzen wird gern "hoch gestapelt". Dies ist grundsätzlich kein Problem, insbesondere bei Ware, die in Thermofolie verpackt und damit besonders stabil ist. Jedoch empfiehlt es sich, die einzelnen Pakete/ Säcke im Verbund zu stapeln, so, als würden Sie eine Mauer aus Ziegeln bauen. Für den Fall, dass doch einmal etwas ins Rutschen kommt, sollte eine Ausweichmöglichkeit für die stapelnde Person vorhanden sein. Bei genügend Platz ist es besser, nicht so hoch zu stapeln. Denken Sie bei Bestellung mehrerer Holzbrikett-Sorten auch daran, dass diese in der Regel gemischt gefeuert werden. Sie sollten die Pakete also entweder sortenrein staplen wenn es die Platzverhältnisse zulassen, dass sie später an alle Stapel heran kommen. Oder sie stapeln die verschiedenen Produkte gleich im Wechsel in einem großen Blcok, so dass sie imemr auf alles Zugriff haben.

Grundsätzlich können Holzpellets und Briketts auch im Freien unter einem Vordach, Carport oder gar ganz im Freien gelagert werden. Sie müssen dann aber zum Schutz vor aufsteigender Nässe auf Paletten stehen und zum Schutz vor Regen mit einer dichten Plane abgedeckt werden. Bei Kaminholz ist die Lagerung fast überall möglich. Viele unserer Kunden stapeln das Holz innen oder außen an die Garagenwand oder eine Hauswand. Auch hier empfiehlt sich ein kleiner Abstand zum Mauerwerk und bei der Lagerung im Freien unbedingt eine Abdeckung von oben, am Besten mit etwas Überstand. Die Stirnseite kann offen bleiben. Dies fördert die Durchlüftung des Holzes.

Was passiert, wenn die Brennstoffe feucht werden?

Da bei der Herstellung von Holzbriketts und Pellets keine Zusätze verwendet werden, lösen sie sich wieder in ihre Bestandteile auf, wenn sie feucht werden. Dies lässt sich im Selbstversuch gut testen, indem man ein Brikett oder eine Hand voll Pellets in einen Eimer legt und mit Wasser übergießt. Die Brennstoffe quellen auf und werden wieder zu losen Spänen. Holz- und Rindenbriketts sowie Pellets sollten daher möglichst trocken gelagert werden. Besonders schnell quellen sie bei stehender Nässe oder Regen auf. Kommt die Feuchtigkeit hingegen aus der Umgebungsluft wie einem feuchten Keller, dann läuft das Aufquellen wesentlich langsamer ab.

Aus der Praxis: Viele unserer Kunden lagern die Holzbriketts oder Pellets im Keller. Oft sind die Keller nicht ganz trocken. Hier empfiehlt es sich zum einen, die Packungen nicht direkt auf den Boden zu stapeln, sondern beispielsweise Holzpaletten oder Bretter unterzulegen. Zudem sollte man eine handbreit Abstand zur Wand lassen.